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Pflegehinweise / Tipps

 

Gut gepflegt mit sanfter Behandlung - und Sie werden noch viele Jahre Freude an Ihrem massgefertigten Hut haben

Kopfbedeckungen werden aus Tierhaaren, Wolle, Baumwolle, Stroh, Panamageflecht, Leder, etc. hergestellt. Sie schützen das Haupt vor Sonne, Wind, Temperatur und Niederschlägen. Pflege und Lagerung haben grossen Einfluss auf Aussehen und Haltbarkeit. Vor allem bei Kopfbedeckungen die nur zu einer bestimmten Saison wie im Sommer oder Winter getragen werden hat die richtige Lagerung bis zur nächsten Saison grossen Einfluss auf die Haltbarkeit der handgemachten Kopfbedeckungen.

 

  Stroh- und Panamahüte:

  • Panamahüte und deren Rohlinge werden aus Pflanzenfasern in südamerikanischen Ländern mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit geknüpft und hergestellt. In einem solchen Klima bleiben die Fasern daher sehr flexibel und nehmen auch bei beanspruchender Belastung keinen Schaden.
  • im häufig trockenen Klima also in der nördlichen Hemisphäre kann er durch die fehlende Luftfeuchtigkeit bei Hüten aus Stroh- und Panamageflecht schneller brüchig werden und besonders am Kopfeinschlag kann es zu Bruchschaden kommen.
  • Greifen Sie Ihren Hut, wenn möglich am Rand und nicht im Falz bei der Hutkrone. Damit schützen Sie die Fasern vorne an der Hutkrone. Wenn man den Hut über längere Zeit immer wieder am Falz an der Hutkrone anfasst und zusammendrückt, können die Fasern spröde werden und mit der Zeit brechen. Den Strohhut sollte man zum Aufsetzen immer mit beiden Händen am Rand halten. Zudem empfiehlt es sich im Kopf eine Verstärkung einzukleben, wenn eine solche nicht schon vorhanden ist. Bei unseren Hüten ist diese meistens vorhanden.
  • Das Stroh behält seine Geschmeidigkeit und Elastizität, wenn man den Hut leicht mit einem feinen Zerstäuber, vor allem in der trockenen Wintersaison befeuchtet. Ist kein Zerstäuber zur Hand, dann ist zu empfehlen, den Hut gelegentlich in einen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit (Badezimmer) zu legen, damit die Faser Feuchtigkeit aufnehmen kann. Bitte den Hut nicht direkt nässen, beim heissen Duschen entsteht genügend Dampf, um dem Hut die nötige Feuchtigkeit zu geben. Der Dampf hat dieselbe Wirkung wie ein Zerstäuber.
  • Der Panama- und Strohhut sollte nicht längere Zeit in der Sonne liegen. Er trocknet schnell aus, wird brüchig und verblasst. Legen Sie Ihren Hut nicht in die Nähe der Klimaanlage (trockene Luft) oder auf die Hutablage im Auto (extreme Hitze).
  • Beachten bei Regen, dass der Panama- und Strohhut nicht nass wird, bei der vollständigen durchnässen verliert er schnell seine Form.
  • Lagern Sie Ihren handgemachten, wertvollen Panama- und Strohhut in einer Schachtel, damit er bei der Lagerung von Umwelteinflüssen weitgehend geschützt wird. Generell ist der attraktivste und beste Aufbewahrungsort immer die Hutschachtel! Kopfteil mit Seidenpapier stopfen und Hutkrempe mit Kartonrollen stützen, damit sie nicht flach aufliegt. Mottenpapier nicht vergessen.
  • Falls der Hut auf einer Hutablage oder auf einer geraden Fläche gelagert wird, achten Sie darauf, dass bei gebogener Krempe der Hut auf der Hutkrone, dem Hutkopf gelagert wird, oder die Biegung an der Krempe frei ist. Lagern Sie den Hut im Winter in ungeheizten, trockenen Räumen über 10 °C. Am besten in dem mitgelieferten Karton oder einer Hutschachtel.

 

  Pflege von Wollfilz Hüte:

  • Der Hut sollte, sofern er nicht wasserdicht ist, nicht durchnässt werden. Er kann sich dabei verformen.
  • Mit einem Imprägnier Spray, das man auch für Rauh Leder verwendet, kann ein neuer Hut wasserabweisend gehalten werden.

 

  Pflege von Filzhüte (Kaninchen):

  • Filzhüte sind nicht sehr pflegeaufwendig. Sie werden mit einer weichen Bürste gereinigt. Ist keine Hutbürste zur Hand, reicht auch eine Kleiderbürste.
  • Die Haare eines Filzhutes werden bei der Produktion ausgerichtet. Im oder gegen den Uhrzeigersinn. Beachten Sie die Ausrichtung der Haare und bürsten Sie den Hut in dieselbe Richtung, so erhält er seinen Glanz zurück.
  • Bürsten Sie Haarfilz, auch wenn er nicht verschmutzt ist. Er erhält dadurch immer wieder seinen ursprünglichen Glanz zurück. Das in Haarfilzhüten (meist Kaninchen- oder Hasenhaar) enthaltene, natürliche Lanolin, imprägniert den Hut und lässt Regenwasser abperlen. Die oberflächliche Feuchtigkeit trocknet wieder.
  • Das Schweissband kann man mit einem Baumwolllappen und wenig Seife reinigen. Flecken werden mit einem feuchten Tuch entfernt.
  • Trocknen Sie den Filzhut nicht in der Nähe der Heizung oder eine andere Wärmequelle, damit das Material nicht eingeht.
  • Lagern Sie Ihren handgemachten, wertvollen Hut in einer Schachtel, damit er bei der Lagerung vor Umwelteinflüssen weitgehend geschützt wird.
  • Falls der Hut auf einer Hutablage oder auf einer geraden Fläche gelagert wird, achten Sie darauf, dass bei gebogener Krempe der Hut auf der Hutkrone, dem Hutkopf, gelagert wird oder die Biegung an der Krempe frei ist.

 

  Pflege Lederhüte:

  • Von Natur aus sind Lederhüte robust. Obwohl Leder nicht wasserdicht ist, macht ihm Regen nicht viel aus. Wird der Lederhut mal richtig durchnässt, so stopft man ihn mit saugfähigem Haushaltspapier aus und hängt ihn zum Trocknen auf.
  • Lederhüte sollten generell langsam, ohne Zuhilfenahme eines Föhns getrocknet werden. Mit einem Imprägnier Spray lässt sich die Wasserresistenz einfach verbessern. Lederhüte mit Innenfutter sollte man schon vor dem ersten Gebrauch imprägnieren.
  • Lederhüte trocknen mit der Zeit aus, mit speziellen Ledercrem’s und Lederwachsen sollte der Hut gepflegt werden.

 

  Pflege Stoffhüte:

  • Stoffhüte werden aus diversen Textilien wie Baumwolle, Leinen, Seide, Acryl, Polyester oder Mischgeweben hergestellt. 
  • Schmutz-, Nässe- und Reibungsempfindlichkeit hängen vom Stoffmaterial ab. Bei der richtigen Pflege hält ein Stoffhut viele Jahre.
  • Stoffhüte sollte man nur von Hand in lauwarmem Wasser mit einem milden und leicht dosierten Waschmittel sorgfältig waschen.
  • Nachdem er gut ausgespült wurde, wird der Hut mit saugfähigem Haushaltspapier ausgestopft, in Form gebracht und zum Trocknen aufgehängt. Vom Föhnen raten wir ab.
  • Feine Materialien benötigen eine sanfte Behandlung!

 

  Pflegehinweis für Hutinnenbänder und Schweissbänder:

  • Schweissränder und Kosmetikreste auf dem inneren Stofffutterband werden am besten mit einem Baumwolltuch und etwas Waschbenzin entfernt.
  • Schweissbänder aus Leder reibt man mit einem trockenen Schwamm ab.