Drucken

Kauf- und Pflegetipps

Kauf- und Pflegetipps

Qualität

Strohhüte und Panamas

vor dem Kauf:

  • Damit Ihr Hut richtig sitzt, sollten Sie Ihren Kopfumfang genau messen und die entsprechende Grösse in cm bestellen.

  • Richtig messen: zwei Fingerbreiten über den Augenbrauen, ca. eine Fingerbreite über den Ohren messen.

 

Pflegetipps:  

 hutbuerste

  • Lagern Sie Ihren handgemachten, wertvollen Hut in einer Schachtel, damit er bei der Lagerung von Umwelteinflüssen weitgehend geschützt wird. Falls der Hut auf einer Hutablage oder auf einer geraden Fläche gelagert wird, achten Sie darauf, dass bei gebogener Krempe der Hut auf der Hutkrone, dem Hutkopf gelagert wird, oder die Biegung an der Krempe frei ist.

  • Greifen Sie Ihren Hut wenn möglich am Rand und nicht im Falz bei der Hutkrone. Damit schützen Sie die Fasern vorne an der Hutkrone. Wenn man den Hut über längere Zeit immer wieder am Falz an der Hutkrone anfasst und zusammendrückt, können die Fasern spröde werden und mit der Zeit brechen.

  • Es ist zu empfehlen, den Hut gelegentlich in einen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit (Badezimmer) zu legen, damit die Faser Feuchtigkeit aufnehmen kann. Bitte den Hut nicht direkt nässen, beim heiss Duschen entsteht genügend Dampf, um dem Hut die nötige Feuchtigkeit zu geben.

  • Legen Sie Ihren Hut nicht in die Nähe von Heizungen (trockene Luft) oder auf die Hutablage im Auto (extreme Hitze).

Top Verarbeitung

Filzhüte

vor dem Kauf:

  • Damit Ihr Hut richtig sitzt, sollten Sie Ihren Kopfumfang genau messen und die entsprechende Grösse in cm bestellen.

  • Richtig messen: zwei Fingerbreiten über den Augenbrauen, ca. eine Fingerbreite über den Ohren messen.

 

Pflegetipps: 

hutbuerste

  • Lagern Sie Ihren handgemachten, wertvollen Hut in einer Schachtel, damit er bei der Lagerung vor Umwelteinflüssen weitgehend geschützt wird.

  • Bürsten Sie diesen Hut gelegentlich mit einer weichen Bürste gegen den Uhrzeigersinn, so erhält er seinen Glanz zurück.

  • Das Schweissband kann man mit einem Baumwolllappen und wenig Seife reinigen.

  • Trocknen und lagern Sie diesen Hut nicht in der Nähe der Heizung oder einer andern Wärmequelle, damit das Material nicht eingeht.

  • Falls der Hut auf einer Hutablage oder auf einer geraden Fläche gelagert wird, achten Sie darauf, dass bei gebogener Krempe der Hut auf der Hutkrone, dem Hutkopf, gelagert wird oder die Biegung an der Krempe frei ist.

 

Wollfilz

Der Hut sollte, sofern er nicht wasserdicht ist, nicht durchnässt werden. Er kann sich dabei verformen. Mit einem Imprägnierspray, das man auch für Rauhlederschuhe verwendet, kann ein neuer Hut wasserabweisend gehalten werden.

Haarfilz

Bürsten Sie Haarfilz auch wenn er nicht verschmutzt ist. Er erhält dadurch immer wieder seinen ursprünglichen Glanz zurück. Das in Haarhüten (meist Kaninchen- oder Hasenhaar) enthaltene, natürliche Lanolin, imprägniert den Hut und lässt Regenwasser abperlen. Die oberflächliche Feuchtigkeit trocknet wieder.

 


 

Materialeigenschaften / Herstellung

Resiz142x142

1. Strohprodukte 

1.1 Panamastroh         

1.2 Strohut                

1.3 Freiamter Strohhut

1.4 Stoharten             

2. Filzprodukte    

2.1 Haarfilz                

2.2 Wollfilz                 

2.3 Biberhaarfilz         

3. Massenware    

    3.1 Qualität über Quantität

 

 

1.1 Panamastroh

Basic_7

Ein Grossteil der Panamas entsteht nicht in grossen Fabriken, sondern in Heimarbeit von unabhängigen Hut-Webern. Oft kultivieren diese sogar die Pflanzen selbst, um deren Blätter zu verwenden. Die Strünke werden kurz in Wasser abgekocht und danach zum Trocknen im Schatten aufgehängt. Danach werden die Blätter (cogollos) von Hand, mit den Fingernägeln oder mit einem spitzen Metallkamm aufgefächert und die dünnen Fasern herausgezogen. Dabei entsteht die spätere Fertigungsqualität des Hutes: je dünner die Fasern, desto höher die Qualität. Die Fasern werden nun mit Schwefeldämpfen in einem Behälter gebleicht, ähnlich dem Darren von Malz und danach getrocknet.

Der Hut wird nun gewoben, indem der Weber von der Kronenmitte her beginnt, mehrere Fasern miteinander zu verknüpfen. Man unterscheidet verschiedene Webarten: die klassischen Cuenca/Llano und Brisa sowie Crochet, Fancy (verschiedenfarbiges Stroh wird verwoben) und Torcido. Es gibt auch die Webart Twisted, hier entstehen kleine Luftlöcher im Geflecht.

Ist das flache Oberteil fertiggestellt, legt der Weber den Rohling auf einem Block ab, meist einen grossen Stein, der auf einem Pfosten ruht. Auf den Hutrohling wird ein Holzstamm gesetzt, mit einem kleinen Kissen darauf, auf das sich nun der Weber mit seinem Brustkasten legt, um unter sich das Seitenteil und die Krempe weiter zu flechten. Dadurch entsteht die für ecuadorianische Hutmacher typische, stehende und zugleich nach vorne gebeugte Arbeitshaltung. Am Ende dieses Prozesses wird der Hut geschlossen, in dem meist ein weiterer Weber  das Stroh am Ende der Krempe zurückbindet. Danach stellt der Azocador den Krempenrand fertig.

Zum Fertigstellen des Rohlings schneidet der Cortador nun noch grob überstehendes Stroh ab, wäscht dann die Hüte mit einer speziellen Seife und bleicht sie danach nochmals. Die Bleichung erfolgt wieder mit Schwefeldämpfen oder Wasserstoffperoxid, was eine sehr weisse Farbe ergibt. Die Bleichung mit Peroxid schwächt aber die Faser und die Faser fühlt sich gummiartig an.Die Hüte können auch in verschiedenen Farben gefärbt werden.

Zur vollständigen Bleichung, sowie zum Schutz und um die Verbindungsstellen des Strohs zu glätten, kann der Rohling auch einer speziellen Behandlung unterzogen werden. Dabei wird von dem „Apeleador“ mit einem Hartholz­klöppel Gummi- und Schwefel­pulver vorsichtig in das Gewebe hineingeklopft und der Hut zugleich weichgeklopft. Danach nimmt wieder der „Cortador“ die Feinrasur der Hüte vor.

Anschliessend bügelt der Planchador den Hut mit Holzformen, Ledergürteln und Schwefelpulver in Form. Das erste Bügeln kann auch schon vor der Bearbeitung des Apeleadors geschehen.

Dann bringt der Blocker den Rohling mit Feuchtigkeit, Wärme und Druck in seine eigentliche Form. Er zieht den Hut zunächst über einen Einheitsblock, wo er vorgeformt wird, um ihn danach in einem zweiten Schritt über einem spezielleren Block in seine endgültige Form zu pressen. Am Ende der Arbeitsschritte steht die Formung der Hutkrempe, dabei werden verschiedene Holzformen verwendet.

Oftmals werden die Hüte nicht vor Ort fertiggestellt. Viele Weber liefern den Rohling in einer Manufaktur ab. Alternativ zur Manufaktur bearbeitet und gestaltet eine Modistin den Rohling auf traditionelle Weise weiter und formt ihn so erst zum eigentlichen Hut.

Je dünner die Fasern sind, umso langwieriger und aufwendiger ist die Herstellung. Daher können feinste Panama-Hüte mehrere Tausend CHF oder Euro kosten, der Rekord liegt derzeit bei 100'000.-- US$.

Quelle: wikipedia

1.2 Strohhüte

25

Der Strohhut stellt vielleicht eine der ältesten in Afrika, Asien und Europa gebräuchlichen Kopfbedeckungen dar, deren Form sich zudem in den Jahrhunderten teilweise kaum veränderte. So bildete er die traditionelle Kopfbedeckung des Stammes der Sachsen im 10. Jahrhundert.

Eine in den 1920er Jahren aufgekommene Männermode war der kleine runde Florentiner Strohhut, der wegen seiner Kreisform und seines gezackten Randes auch Kreissäge genannt wurde. Wegen seiner Herkunft von den Seeleuten wurde er im englischen Raum auch Boater, im französischen Canotier oder Matelote genannt.

 

Er gehörte sowohl zur kompletten Sonntagsausstattung des perfekten Gentleman als auch zu den Accessoires bei Bällen und Tanzveranstaltungen. Er ist eine bis heute oft genutzte Kopfbedeckung für US-amerikanische Barbershop-Ensembles. Nicht zu verwechseln ist dieser Strohhut mit dem Florentinerhut für Damen, einem flachen, breitkrempigen Hut, der Mitte des 19. Jahrhunderts als Sommerhut beliebt war.

 

1.3 Strohhüte aus dem aargauischen Wohlen

1

Bis Ende des 18. Jahrhunderts war das Dorf fast ausschliesslich landwirtschaftlich geprägt, entwickelte sich dann aber zu einem bedeutenden Industriestandort. Dazu trug insbesondere die Strohgeflechtindustrie bei, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert das wirtschaftliche Leben dominierte. Wohlen gelangte dadurch zu Wohlstand und war in der internationalen Modewelt für seine Strohhüte und -garnituren bekannt.Gab es bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine florierende Strohhutindustrie, von der noch heute nur noch eine Firma, die RISA Hutwerkstatt besteht. Das ortsansässige Museum für die Strohverarbeitung dokumentiert die Geschichte und Entwicklung dieser Industrie von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Dort sind viele Strohhüte zu bestaunen.

 

1.4 Materialien, häufig verwendete Stroharten

Quellennachweis: Wikipedia.org

 


2. Filzprodukte

 

2.1 Haarfilz

I_Love_hut

Haarfilz ist echtes Tierhaar (meist Kaninchen) welches in einem aufwendigen Verfahren verfilzt wird. 100% Haarfilz ist weicher als Wollfilz und wird ausschliesslich aus sehr feinen Tierhaaren hergestellt.

Hüte aus Haarfilz sind äusserst angenehm zu tragen, sind sehr hautfreundlich und fühlen sich samtig weich an. 100% Haarfilz kratzt oder beisst nicht auf der Haut.

Positive Eigenschaften sind die wäremisolierende Wirkzung und die Atmungsaktivität was besonders bei schönen Wetter, wenn die Sonne auf den Hut brennt, seine angenehme Wirkung entfaltet.

Haarfilzhüte eigenen sich für Wind und Regen besonders die Wasserundurchlässigkeit wird bei Regen geschätzt.

 

2.2 Woolfilz

mini_Projekt9

Wollfilz ist einer der klassischen Werkstoffe in der Geschichte der Zivilisation. Auch wenn im Laufe der Jahrhunderte die Verfahren zur Herstellung verfeinert wurden, so hat sich am Herstellungsprinzip und den Basisrohstoffen nichts geändert.

Schafwolle bzw. Wollfasern werden solange durch Feuchtigkeit, Wärme- und Reibung verfilzt und verfestigt, bis ein homogenes textiles Flächengebilde entsteht, der Wollfilz. Wollfilz ist zu 100% ein Naturprodukt aus feinster Wolle und somit sogar biologisch abbaubar.

Die Fasern stammen aus erlesener Schafwolle und Tierhaaren. Die gereinigte Wolle wird mit den Krempel-Walzen gekämmt und zum Vlies aufbereitet. Mit Wasserdampf und Hitze öffnet sich die schuppenförmige Oberfläche der tierischen Haare und durch die mechanische Reibung (Walken) werden nun die Haare ineinander verhakt und in einen festen Zusammenhalt gebracht.

Die Festigkeit kann je nach Bearbeitung watteweich oder nach dem Filzen steinhart sein. Je nach Hut wird der Wollfilz veredelt und die spezifische Eigenschaft werden speziell auf die Hüte entsprechend angepasst.

Unser Designfilz ist ein hochwertiges Naturprodukt aus 100% feinster Schurwolle.

  • Geringe Farbabweichungen und kleinere Einschlüsse von Naturfasern auf der Ober- fläche sind Beweis für die 100% natürliche Herkunft des Materials. 

  • Das Material ist wasserabweisend ausgerüstet. Dieses verhindert, dass sich Flüssig- keiten dauerhaft festsetzen. Sollte der Artikel doch einmal verschmutzen, ist dieses mit Seifenlauge leicht zu säubern. Keinesfalls in der Waschmaschine reinigen, da auf diese Weise der Filzprozess fortgesetzt wird und die Wolle sich weiter zusammenwalkt. Bei grösseren Verschmutzungen empfiehlt sich eine chemische Reinigung!

 

2.3 Biberhaarfilz

Cattleman-beige-hut-shop.ch   Biberhaar – leicht, stilvoll, wasserfest

Wussten Sie schon, dass der Biber am Rücken ca. 12’000 Haare pro cm2 und ca. 23’000 Bauchhaare pro cm2 hat? Feinste Haare – das ist das Geheimnis für schlechtes Wetter und kalte Tage.

Biberhaar ist ein sehr hochwertiges Material aus feinen Tierhaaren, welches für die Herstellung von erstklassigen Hüten verwendet wird. Das leichte Gewicht, die glatte, matt glänzende Oberfläche und der unnachahmliche Tragekomfort zeichnen Biberhaarhüte aus. Dank der besonders guten wasserabweisenden Eigenschaften wünscht man sich einen solchen Hute bei jeden schlechtem Wetter auf seinem Haupt..

Bei den Biberhaar Modell ist das Innenband mit einem speziellen Blindstich angebracht, damit auch am Übergang von der Krempe zum Kopf kein Wasser in den Hut eindringt.

 


 

3. Qualität statt Quantität

3.1 Wir verkaufen keine Massenware und Billig Hüte

Viele Zwischenhändler drücken den Preis, um der Nachfrage nach Massenware gerecht zu werden. Dabei wird oft nach traditioneller Art gearbeitet - unter Auslassung gewisser Verfahrensschritte - und auch minderwertiges Stroh verwendet, da es billiger ist. Der Hut hat dann aber nicht mehr die originalen, exklusiv guten Gebrauchseigenschaften.

Billigere Hüte werden auch mit einer wasser- und schmutzabweisenden Imprägnierung ausgerüstet, die man lieber nicht an seine Haut, Haar oder Kopf lassen sollte.

Quellennachweise: wikipedia